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Wie man das Gehirn dazu bringt, schwere aber wichtige Dinge zu tun

Da ich in letzter Zeit gemerkt habe, dass ich nicht mehr die Disziplin aufgebracht habe, die ich gerne hätte, um meine Ziele zu erreichen, habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt, wie man sich dazu bringen kann, wichtige Dinge jeden Tag zu tun. Mir ist es z.B. aufgefallen, dass ich häufig zu viel Zeit auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Youtube verbringe, ohne dort produktiv zu sein.

Dopamin-Detox

Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Hormon Dopamin. Dieses wird ausgeschüttet, wenn man beispielsweise Likes auf Instagram erhält oder Süßigkeiten isst. Wenn man solche Dinge zu häufig tut, gewöhnt sich das Gehirn an diese Mengen an Dopamin, sodass man süchtig wird. Dinge wie Lesen und generell neue Dinge zu lernen erscheinen im Vergleich dazu deutlich langweiliger, da hierbei nicht direkt soviel Dopamin ausgeschüttet wird.

Die radikalste aber gleichzeitig wohl effektivste Methode, um dieses Problem zu lösen, besteht darin, einen kompletten Dopamin-Detox durchzuführen. Hierbei verzichtet man komplett auf Dinge wie Videospiele, soziale Netzwerke, Fastfood usw. Was hingegen erlaubt ist, sind Tätigkeiten wie Meditation, Lesen oder Fitnesstraining.

Wem so ein Schritt zu hart ist, kann sich auch langsam daran gewöhnen, sinnvolle Dinge jeden Tag zu tun. Hierbei gewöhnt man sich eine ungesunde Tätigkeit nach der anderen ab, wobei man sich jede Woche nur auf exakt eine Tätigkeit fokussiert.

Dopamin als Belohnung/ “Habit Pairing”

Eine weitere Methode besteht darin, sich mit Dopamin-ausschüttenden Aktivitäten zu belohnen. Wenn man also z.B. für eine Stunde ein Buch gelesen hat, gibt es als Belohnung eine Tasse Kaffee. So kann Dopamin als Belohnung für das Ausführen von “schweren” Dingen eingesetzt werden. Wenn man dies regelmäßig tut, wird das Gehirn so programmiert, dass immer zuerst “sinnvolle” bzw. “schwere” Dinge ausgeführt werden müssen, sodass man langfristig deutlich besser seine Ziele erreicht und zufriedener wird.

Generell sollte man Dopamin-ausschüttende Aktivitäten möglichst an das Ende eines Tages verlegen.

Was ist der Preis, wenn ich mich nicht überwinde?

Eine weitere Frage, die hilft sich zu überwinden schwere Dinge zu tun, ist Folgende:

“Was ist der Preis, wenn ich es nicht tue?”

Wenn man sich sein zukünftiges Ich vorstellt, kann es sehr schmerzhaft sein zu sehen, wie das Leben in 20 Jahren aussehen wird, wenn man z.B. weiterhin jeden Tag Fast Food ist oder immer noch den gleichen, langweilig Job hat. Dieser Schmerz kann eine große Motivation sein, um jeden Tag schwere Dinge zu tun, da man in der Zukunft sehr dankbar hierfür sein wird. Sehr passend hierzu ist ein Zitat, das häufig Tony Robbins zugeschrieben wird:

“Hell on earth is meeting the man or woman you could have been” (Die Hölle auf Erden ist die Begegnung mit dem Mann oder der Frau, die man hätte sein können.)

Hör auf, dich auf ein Endziel zu fokussieren!

Wer sich zu stark auf ein bestimmtes Endziel fokussiert, vergisst schnell, den Prozess dorthin zu genießen. Außerdem ändern sich Ziele im Laufe der Zeit häufig.

Daher sollte man seine Aufmerksamkeit möglichst auf die notwendigen Dinge lenken, die für das Erreichen der langfristigen Ziele notwendig sind und lernen, diese zu genießen.

 

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