Die American Express Centurion Card: Voraussetzungen, Kosten & Vorteile der exklusivsten Kreditkarte der Welt

 American Express Centurion Card Test

Sie ist ein Mythos aus Titan: Die American Express Centurion Card, im Volksmund besser bekannt als die „Black Card“. Offizielle Informationen dazu sucht man auf der Website von American Express vergeblich. Es gibt keinen „Beantragen“-Button und keine Broschüren. Man findet sie nur in den Händen von Superreichen, Prominenten und erfolgreichen Unternehmern.

Doch wie kommt man eigentlich an diese Karte? Was kostet sie wirklich und welche Vorteile bietet sie, die eine Jahresgebühr im Wert eines Kleinwagens rechtfertigen? Der erfolgreiche Gründer und YouTuber Nils Schlieper hat seine Erfahrungen geteilt. Wir fassen die wichtigsten Fakten für euch zusammen.

Was ist die Amex Centurion Card?

Die Centurion Card ist das höchste Level im American Express Universum, weit über der bekannten Platinum Card. Sie besteht aus echtem Titan und wird ausschließlich auf Einladung (Invite only) vergeben. Sie gilt als globales Statussymbol für Reichtum, Macht und Erfolg.


Die Voraussetzungen: Wie bekommt man eine Einladung?

Da es keine offizielle Bewerbung gibt, ist der Weg zur Black Card oft ein Rätsel. Basierend auf Gesprächen mit Amex-Mitarbeitern und Erfahrungsberichten scheinen folgende Kriterien für eine Einladung entscheidend zu sein:

  • Bestandskunde sein: Man sollte bereits Inhaber einer American Express Karte sein (meistens der Platinum Card) und eine mehrjährige Historie vorweisen.
  • Extrem hohe Umsätze: Der wohl wichtigste Faktor. Man spricht von einem Jahresumsatz über die Karte von mindestens 100.000 Euro. Um wirklich relevant zu werden, liegen die Umsätze oft eher bei 200.000 bis 250.000 Euro pro Jahr.
  • Die Art der Ausgaben: Es zählt nicht nur, wie viel man ausgibt, sondern wofür. Amex bevorzugt hohe Ausgaben im Reisebereich (Luxushotels, Flüge), da das Unternehmen hier seine Stärken hat.
  • Makellose Zahlungshistorie: Die Bonität muss perfekt sein. Jede Abbuchung muss sitzen.

Die Kosten: Ein teures Vergnügen

Wer die Einladung erhält und annimmt, muss tief in die Tasche greifen. Die Gebührenstruktur in Deutschland sieht aktuell wie folgt aus:

Gebührenart Kosten
Aufnahmegebühr (einmalig) 5.000 €
Jahresgebühr (laufend) 5.000 €
Gesamtkosten im 1. Jahr 10.000 €

Das bedeutet: Allein im ersten Jahr kostet die Karte stolze 10.000 Euro.

Die Vorteile: Lohnt sich die „Black Card“?

Für 5.000 Euro im Jahr erwartet man mehr als nur ein Stück schwarzes Metall. Das sind die konkreten Benefits, von denen Karteninhaber profitieren:

1. Der persönliche Concierge-Service

Dies ist das Herzstück der Karte. Man erhält einen persönlichen Ansprechpartner, der fast rund um die Uhr erreichbar ist. Er agiert wie ein persönlicher Assistent:

  • Komplette Reiseplanung (Flüge, Transfers, Hotels).
  • Berücksichtigung individueller Wünsche (z. B. Hoteletage, Sitzplatz im Flieger).
  • Organisation von Tickets für Events.

2. Exklusive Reisevorteile & VIP Status

Wer viel reist, profitiert am meisten:

  • VIP-Terminals: An Flughäfen wie Frankfurt können Inhaber separate VIP-Terminals nutzen. Das bedeutet: Keine Wartezeiten, diskrete Sicherheitskontrollen und Chauffeur-Service direkt zum Flugzeug.
  • Flug-Rabatte: Einsparungen zwischen 2 % und 10 % sowie spezielle Konditionen für Business- und First-Class.

3. Luxus-Hotel Upgrades

Durch Partnerschaften mit Ketten wie Mandarin Oriental oder Ritz-Carlton genießen Centurion-Mitglieder Sonderstatus:

  • Kostenlose Zimmer-Upgrades (oft in Suiten).
  • Early Check-in & Late Check-out.
  • Guthaben für Spa oder Restaurants (ca. 300–400 € pro Aufenthalt).

Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis

YouTuber Nils Schlieper testete den Service bei einer komplexen Reise nach Japan (Tokio und Okinawa). Sein Fazit: Der Stressfaktor sinkt gen Null. Der Concierge übernahm die gesamte Logistik. In den Hotels vor Ort erhielt er massive Upgrades und Restaurant-Guthaben, was den hohen Jahrespreis der Karte durch den Gegenwert der Leistungen teilweise wieder wettmachte.


Fazit: Ultimativer Lifehack oder teure Ego-Politur?

Die American Express Centurion Card ist zweifellos ein mächtiges Werkzeug.

Für Vielreisende und Unternehmer, die sechsstellige Beträge pro Jahr umsetzen, kann sich die Kreditkarte durch die Zeitersparnis (Concierge) und den Komfort (VIP-Terminals) tatsächlich rechnen.

Doch am Ende bleibt eine provokante Frage im Raum: Ist diese Karte wirklich ein smartes Investment oder nur ein 5.000-Euro-Abo für das eigene Ego?

„Echter Reichtum schweigt.“

In einer Welt, in der „Quiet Luxury“ (stiller Luxus) immer moderner wird, wirkt eine schwere Titan-Karte fast wie ein Relikt. Man könnte böse behaupten: Wer es wirklich geschafft hat, muss nichts mehr vorzeigen. Die Karte ist eigentlich der Beweis dafür, dass man noch Bestätigung von außen braucht – ein glitzerndes Spielzeug für Aufsteiger, über das „Old Money“ nur müde lächeln kann.

Jetzt seid ihr dran:
Ist die Centurion Card für euch der Inbegriff von Freiheit und Service oder absolute Geldverschwendung für Leute, die schon alles haben? Schreibt uns eure ehrliche Meinung unten in die Kommentare!

Bewerte diesen Beitrag!
Jonas

Schreibe einen Kommentar