Nischenseite erstellen mit nur 3.99 Euro Startkapital – einfache Schritt für Schritt Anleitung für Anfänger

In den letzten Jahren ist der Aufbau von Nischenseiten immer beliebter geworden. Kein Wunder, da sie immer wieder damit beworben werden, dass sie passives Einkommen generieren und es einem ermöglichen vollkommen ortsunabhängig zu arbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass es gerade am Anfang verdammt harte Arbeit ist, bis man sich eine profitable Seite aufgebaut hat. Wer erst einmal erfolgreiche eine Nischenseite aufgebaut hat, der kann mit etwas Glück über Jahr hinweg fast vollständig passives Einkommen generieren. Genau aus diesem Grund bin ich auch so fasziniert von dem Thema und baue regelmäßig neue Nischenseiten zu den unterschiedlichsten Themen auf. Viele davon generieren auch nach vielen Monaten nur wenige Euros. Aber einige bekommen mittlerweile zahlreiche Besucher über die organische Suche von Google und produzieren ein mehr oder weniger passives Einkommen.

In dieser Schritt für Schritt Anleitung zeige ich dir, wie du fast komplett ohne Startkapital eine Nischenseite erstellen kannst. Du solltest allerdings bedenken, dass es viel Arbeit und Wissen benötigt, um so eine Seite wirklich erfolgreich zu machen. Erwarte also am Anfang bitte nicht zu viel, sondern sehe gerade die ersten Schritte hauptsächlich dazu an, erstmal ein wenig Erfahrung zu sammeln.

Schritt 1: Die Auswahl der richtigen Nische

Die Auswahl der potenziellen Nischen ist riesig! Es gibt unzählige Faktoren, die bei der Auswahl einer profitablen Nische helfen können. Der wichtigste Punkt sind meiner Meinung nach Folgende:

  1. Der Produktpreis
  2. Die Provision
  3. Die Konkurrenz
  4. Das Suchvolumen
  5. Die Konversion
  6. Die Cookielaufzeit
  7. Handelt es sich um ein Trendprodukt?
  8. Glück

Produktpreis

Nachdem Amazon vor ein paar Jahren die Deckelung der Provisionen auf 10 Euro pro verkauftem Produkt aufgehoben hat, ist es bei physischen Produkten sehr lukrativ geworden, hochpreisige Produkte zu bewerben. Auf der anderen Seite ist hier allerdings die Konversion häufig geringer, da sich der potenzielle Käufer bei Produkten mit drei- oder vierstelligem Preis natürlich häufig länger überlegt, ob er wirklich kaufen soll. Die Cookielaufzeit, also die Zeit, in der dem Nischenseitenbetreiber eine Provision für einen vermittelten Kauf ausgeschüttet wird, liegt bei Amazon allerdings nur bei 24 Stunden.

Bei der Vermittlung von digitalen Produkten, Reisen oder Dienstleistungen ist die Laufzeit bei bis zu 180 Tagen hingegen häufig deutlich attraktiver.

Provision

Weiterhin spielt die Höhe der Provision für ein Produkt eine wichtige Rolle. Diese variiert bei physischen Produkten in der Regel zwischen einem und 10 Prozent. Bei digitalen Produkten wie Videokursen sind sogar Provisionen von 30 bis 70 Prozent möglich.

Meiner Meinung nach sollte man sich nicht zu sehr auf diesen Punkt fokussieren. Wichtig ist, dass das Produkt auch wirklich gut ist und dem Käufer einen Nutzen bietet. Produkte, bei denen hohe Provisionen ausgeschüttet werden, sind meiner Erfahrung nach häufig leider nicht wirklich gut. Außerdem werden die Provisionen häufig angepasst und ändern sich ständig.

Konkurrenz

Ein Punkt, der gerade von Anfängern oft stark unterschätzt wird. Wer sich die top 10 für bestimmte Suchbegriffe bei Google ansieht, kann schnell den Eindruck gewinnen, dass es sehr leicht ist, eine bessere Seite mit besseren Inhalten zu erstellen. Um die top 10 für bestimmte Keywords zu finden, solltest du den Inkognito-Modus verwenden, da dir ansonsten personalisierte Suchergebnisse angezeigt werden. Dieser lässt sich beim Chromebrowser über die Einstellungen oder die Tastenkombination STRG + Umschalttaste + N aktivieren.

Normalerweise ist es deutlich leichter für Longtail Keywords, also Keywords, die aus mindestens zwei Wörtern bestehen,  zu ranken. Bei Shorttail Keywords wie zum Beispiel „Staubsauger“oder „Waschmaschine“ werden in der Regel große Brand Seiten wie Amazon, eBay oder Mediamarkt bevorzugt. Bei einem längeren Keyword wie „Staubsauger ohne Beutel“ ist es hingegen deutlich einfacher bei den Suchergebnissen in die top 10 zu kommen.

Um die Konkurrenzsituation realistisch einschätzen zu können, sollte man sich meiner Meinung nach vor allem die Inhalte und die Onpage- und Offpageoptimierung der Seiten mit guten Platzierungen in einer Nische ansehen. Dabei sollte man sich zunächst fragen, ob man in der Lage ist, eine Webseite zu dem Thema zu erstellen, die mindestens genauso hilfreiche und gute Inhalte anbietet. Erst, wenn dieser Punkt zutrifft, sollte man weiter in dem Bereich analysieren und herausfinden, wie stark und gut für die ersten Seiten Linkaufbau betrieben wurde. Wenn die Seite Backlinks von angesehenen Magazinen wie Huffingtenpost besitzt, sollte man nur in die Nische gehen, wenn man bereit ist, sehr viel Kapital zu investieren. So ein Link kostet in der Regel eine vierstellige Summe und es ist fast unmöglich, diesen auf natürliche Weise zu generieren.

Wichtig ist hierbei noch zu beachten, dass selbst professionelle Linktools wie Majestics oder Ahrefs nicht in der Lage sind, alle Links einer Seite zu finden. Darüber hinaus gibt es viele Webmaster, die die Backlinks bewusst per htacess Datei ausschließen, damit Konkurrenten diese nicht kopieren oder dahinter kommen, dass ein PBN-Netzwerk verwendet wird.

Tools für die Konkurrenzanalyse

Auf Tools sollte man sich meiner Erfahrung niemals verlassen! Sie können aber gut als Orientierung dienen. Tools, die ich in der Vergangenheit zur Konkurrenzanalyse verwendet habe sind beispielsweise:

  • Kwfinder.com
  • SEO Quake
  • Market Samurai
  • Die Ahrefs Seo Toolbar
  • Die MozBar
  • SEOHunter

Suchvolumen

Wer eine erfolgreiche Nischenseite erstellen möchte, sollte außerdem vorher analysieren, ob für das Thema oder das Produkt überhaupt eine ausreichend hohe Nachfrage besteht. Hierfür ist das Suchvolumen bei Google ein guter Indikator. Wenn man für ein Keywort optimiert, mit dem man in die top 3 bei Google kommt, können schon wenige 100 Suchanfragen pro Monat ausreichen, um einen guten Gewinn zu erzielen. Hierfür sollten jedoch auch weitere Faktoren wie das Kaufinteresse berücksichtigt werden. Jemand, der bei Google das Keyword „Staubsauger günstig online kaufen“ eingibt, hat beispielsweise ein sehr hohes Kaufinteresse 😉 Daher wären hier wahrscheinlich auch schon recht geringen Suchanfragen von unter 1000 pro Monat ausreichend, um in den oberen Suchergebnissen hier eine gewinnbringende Nischenseiten aufzubauen. Wenn der Nutzer hingegen nur nach dem Wort Staubsauger sucht, besteht noch kein direktes Kaufinteresse. Womöglich will er sich hier nur informieren.

Konversionsrate

Wie schon erwähnt, hängt die Konversionsrate von der Art des Keywords ab. Darüber hinaus spielen allerdings auch Faktoren, wie der Preis und die Art des Produktes, sowie das gewählte Partnerprogramm eine wichtige Rolle. Produkte, die von Unternehmen gekauft werden oder nicht selbst bezahlt werden müssen, haben häufig eine deutlich höhere Konversion. Beispielsweise lässt sich Arbeitsbekleidung häufig von der Steuer absetzen oder wird vom Arbeitgeber bezahlt.

Auch das Partnerprogramm kann einen großen Einfluss auf die Konversion haben. Die Cookielaufzeit, also die Zeit, in der eine Provision ausgeschüttet wird, wenn der Webseitenbesucher einen Produktlink angeklickt hat, kann zwischen 24 Stunden und 180 Tagen variieren. Darüber hinaus hängt die Konversionsrate wiederum davon ab, als wie vertrauenswürdig der Verkäufer angesehen und und welche Bewertungen ein Produkt bekommen hat. Natürlich kann sich die Konversion auch erhöhen, wenn das Produkt sehr gut von dir vermarktet wurde.

Handelt es sich um ein Trendprodukt?

Wer einen Trend frühzeitig erkennt, der kann mit einer Nischenseite kurzfristig sehr viel Geld verdienen. Ein gutes aktuelles Beispiel hierfür sind die Fidget Spinner. Hier ist vor allem eine Mischung aus Nischenseite, Amazon FBA und Youtube Marketing sinnvoll.

Um langfristig im Internet Geld zu verdienen, sollte man allerdings meiner Meinung nach auf Produkte setzen, die auch noch in einigen Jahren gute Verkaufszahlen aufweisen können. Sehr hilfreich bei der Analyse, wo sich der Trend hinbewegt ist das Tools Google Trends. Hier lässt sich die Entwicklung der Beliebtheit von fast jedem Suchbegriff bei Google seit 2004 einsehen.

Wenn man beispielsweise den Suchbegriff „Nischenseite“ dort eingibt, erkennt man, dass dieses Thema in den letzten Jahren deutlich populärer geworden ist und sich dieser Trend voraussichtlich auch in der Zukunft fortsetzen wird.

Entwicklung für das Wort Nischenseite

 

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